Jubiläumsfeier 40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW)

40 Jahre Ratifizierung der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) und 40 Jahre Frauenministerium zeigen:
Frauenrechte sind erkämpft – und es ist noch viel zu tun.

Gerade heute erleben wir einen Gleichstellungs- und antifeministischen Backlash – oft im Deckmantel des Bürokratieabbaus. Wenn Gleichstellungsbeauftragte infrage gestellt oder Berichts- und Transparenzpflichten abgeschafft werden sollen, ist das kein technisches Detail, sondern ein politischer Rückschritt. 

Ein Blick auf nur einige Meilensteine macht deutlich, wie jung viele Errungenschaften sind:
1985: Deutschland ratifiziert die UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW).
1997: Vergewaltigung in der Ehe wird endlich strafbar.
2018: „Nein heißt Nein“ stärkt die sexuelle Selbstbestimmung.
Und trotzdem gilt: Der Schutz vor häuslicher Gewalt ist bis heute nicht überall gewährleistet.

Gerade auf kommunaler Ebene bleibt Gleichstellung oft Theorie: Feierabendparlamente, fehlende Vereinbarkeit, strukturelle Hürden. Hier habe ich Benachteiligung als Frau so deutlich gespürt wie selten zuvor.

2015 wurde ich als Bezirksverordnete mit dem Helene-Weber-Hauptpreis ausgezeichnet.
Umso mehr habe ich mich gefreut, heute der Einladung von Frauenministerin Karin Prien @bmbfsfj zu folgen – und danke herzlich für diese besondere Jubiläumsfeier.